Greatest Hits

Neue Ausstellung im Enzo Ferrari-Museum zeigt Musiklegenden und deren Ferraris

Musiker wie Eric Clapton und Mick Jagger suchten auch abseits der Bühne stets nach Möglichkeiten, ihrer Identität lautstark Ausdruck zu verleihen. Vielleicht entwickelten genau deshalb viele Musikschaffende eine große Leidenschaft für die Sportwagenmarke Ferrari. Die Ausstellung »Greatest Hits – Music Legends and their Ferraris« im Enzo Ferrari-Museum Modena widmet sich dieser besonderen Verbindung. 

Am Tag seiner praktischen Führerscheinprüfung im Jahr 1965 kaufte der damals bereits weltberühmte John Lennon sein erstes eigenes Auto – einen azurblauen Ferrari 330 GT 2+2, der etwa 300 PS auf die Straße brachte. Nicht gerade das typische Fahrzeug für Führerscheinneulinge, dafür eine von Pininfarina gestaltete Designperle. Auch sein Musikerkollege Miles Davis hatte ein Faible für die Sportwagen aus Maranello – er besaß einen roten 275 GTB4, den er 1967 erworben hatte. »I drive a Ferrari, not for the sake of beauty, but because I like it«, soll der berühmte Komponist und Trompeter einmal gesagt haben. 

classic ferrari at exhibition »Greatest Hits« at Enzo Ferrari-Museum Modena

Damit ist die Aufzählung berühmter Musiker und Musikerinnen, die besonders intensive Beziehungen zu ihren Ferraris pflegten, jedoch noch längst nicht zu Ende. Mick Jagger fuhr unter anderem einen 288 GTO, der bei seiner Präsentation im Jahr 1984 der stärkste Straßenwagen war, den Ferrari bis dahin gebaut hatte. Die Opernsängerin Maria Callas besaß einen 250 GT  und der legendäre österreichische Dirigent Herbert von Karajan einen 250 GT Lusso. 

light blue classic ferrari at exhibition »greatest hits« at Enzo Ferrari-Museum Modena

Eric Clapton hatte gleich mehrere Ferraris in der Garage stehen. In seiner 2007 erschienenen Autobiografie beschreibt er den Moment, in dem seine Liebe für die italienische Sportwagenmarke entflammte, auf folgende Weise: »One day in the late 1960s he (Anm.: George Harrison) arrived at my house in a dark-blue Ferrari 365 GTC. I’d never seen one in the flesh before and my heart melted. At that point, it was like seeing the most beautiful woman on earth and I decided there and then that even though I couldn’t drive, I was going to have one too. I had no licence and had only ever driven an automatic, so I set about teaching myself to drive using a clutch, in that Ferrari. I loved that car.« 

classic ferrari at exhibition »Greatest Hits« at Enzo Ferrari-Museum Modena

2012 beauftragte Clapton Ferrari mit der Gestaltung und Entwicklung eines Sportwagens, der an die Ferrari-Ikone 512 BB erinnern sollte. Gesagt, getan – sein Ferrari SP12 EC  wurde im Rahmen des offiziellen Prototypen-Programms realisiert und entstand im Centro Stile Ferrari, in enger Zusammenarbeit mit Pininfarina und den Ingenieuren in Maranello. Der Preis für den One-Off-Sportwagen ist nicht bekannt. 

classic ferrari at exhibition »Greatest Hits« at Enzo Ferrari-Museum Modena

Einige dieser Fahrzeuge sind nun im Enzo Ferrari-Museum  in Modena zu sehen. Die Ausstellung »Greatest Hits – Music Legends and their Ferraris« ist eine Hommage an die enge Verbindung zwischen musikalischem Ausdruck und dem Auto als identitätsstiftendem Objekt. Schließlich geht es nicht nur in der Musik um Identität, Performance, Leidenschaft und Technik auf höchstem Niveau, sondern auch in jenen Momenten, in denen man den von Pininfarina gestalteten Ferrari aus der Einfahrt auf die Straße lenkt. Für die Ausstellung erstellte Podcasts und sorgfältig kuratiertes Foto- und Textmaterial bieten zusätzliche Hintergrundinfos und lassen den jeweiligen Zeitgeist noch besser vor dem inneren Auge aufflackern. In erster Linie geht es jedoch darum, die Fahrzeuge, die Musiker und Musikerinnen einst fuhren und möglicherweise zu weltberühmten Songs inspirierten, live zu erleben. »Greatest Hits« ist noch bis 16. Februar 2027 in Modena zu sehen. [SW]

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