Haus der Zeit

Die neue Porsche Design Uhrenmanufaktur verbindet Zukunft und Geschichte der Timepieces

Porsche Design Timepieces Manufaktur in Grenchen Chronograph I

Mit der neuen Timepieces Manufaktur in Grenchen schlägt Porsche Design ein neues Kapitel in seiner Geschichte auf. Als erster Automobilhersteller betreibt die Marke nun eine eigene Uhrenmanufaktur im Herzen des Schweizer Uhrendreiecks und bündelt dort Entwicklung, Konstruktion, Fertigung und einen eigenen Marken-Erlebnisraum unter einem Dach. Hinzu kommt eine historische Dimension: Die neue Manufaktur befindet sich in jenem Gebäude, das einst Sitz der renommierten Uhrenmarke Eterna war und in dem bereits zwischen 1998 und 2014 Porsche-Design-Uhren gefertigt wurden. Für die Marke schließt sich damit in gewisser Weise ein Kreis.

Auf rund 3.600 Quadratmetern vereint die neue Manufaktur unter anderem die gesamte Entwicklung, Montage sowie Ausstellungs- und Eventflächen. Das Gebäude vereint dabei historische Substanz mit moderner Architektur und Technik: Klare Linien, helle Räume und funktionale Strukturen sollen ein modernes Produktionsumfeld gewährleisten und Ausdruck der Designprinzipien von Porsche Design sein. Der so genannte »Markenerlebnisraum« soll zudem die Entwicklung der Porsche Design Timepieces nachzeichnen. Historische Exponate und kuratierte Zeitdokumente machen die Verbindung von Automobildesign und Uhrmacherkunst erlebbar und zelebrieren damit jene Modelle, über die das Unternehmen seine eigene uhrmacherische Sprache entwickelt hat.

Porsche Design Timepieces Manufaktur in Grenchen

Porsche Design trat 1972 zunächst als Entwurfsmarke in die Uhrmacherei ein. Die erste Uhr, der von Ferdinand Alexander Porsche gestaltete Chronograph I, wurde von Orfina gefertigt und gilt nicht nur als die weltweit erste gänzlich schwarze Armbanduhr, sondern auch als Ursprung der gesamten Linie. Das Design folgte erkennbar der Logik des Porsche 911  Cockpits: geringe Reflexion, hohe Ablesbarkeit und eine Form, die aus der Funktion entwickelt wurde. Mit diesem Modell entstand eine eigene uhrmacherische Sprache, die zudem auch die bei Porsche so ausgeprägte automobile Emotion auf das Handgelenk übertrug. Der Chronograph I bleibt deshalb bis heute die maßgebliche Referenz des Hauses und ein früher Ausdruck jener konsequenten Formensprache, die Porsche Design bis heute prägt.

Porsche Design Chronograph ITimepieces Manufaktur in Grenchen

1978 begann dann die zwanzigjährige Zusammenarbeit mit IWC Schaffhausen. Sie war für Porsche Design weit mehr als eine Lizenzphase, weil sie einige der technisch und formal eigenständigsten Modelle der Marke hervorbrachte. Besonders hervorzuheben ist die Compass Watch, deren aufklappbares Doppelschalen-Gehäuse so konstruiert wurde, dass Kompass und Uhrwerk sich nicht gegenseitig magnetisch beeinflussen. IWC selbst beschreibt das Modell rückblickend als einen riskanten, aber richtungsweisenden Entwurf. In dieselbe Phase fällt der von IWC 1980 vorgestellte Titan Chronograph, den das Unternehmen als weltweit erste Armbanduhr mit Titangehäuse und Titanarmband einordnet. Damit brachte Porsche Design ein Material in die Uhrmacherei, das aus dem Automobil- und Motorsportkontext kam und heute in der Branche selbstverständlich erscheint.  

porsche design manufaktur

Auch die 1982 vorgestellte Ocean 2000  gehört zu den prägenden Modellen dieser Jahre. Von Ferdinand Alexander Porsche gestaltet, gilt sie bis heute als außergewöhnliche Taucheruhr, deren Wasserdichtigkeit von 2.000 Metern ihren technischen Anspruch ebenso unterstrich wie ihre klare Form: ein extrem flaches, aus Titan gefertigtes Gehäuse, das den funktionalen Anspruch der Taucheruhr in eine klare Form übersetzte. Gerade an diesen Modellen lässt sich ablesen, welchen Beitrag Porsche Design zur Uhrmacherei geleistet hat. Gemeint sind keine marketinggetriebenen, oberflächlichen Verweise auf das Automobil, sondern die Übertragung von Materialbewusstsein, Ergonomie und Instrumentenlogik in ein neues Produktfeld.

porsche design manufaktur

Auch in der neueren Geschichte gab es Modelle, an denen sich die weitere Ausrichtung der Marke gut ablesen lässt. Der 1919 Globetimer UTC steht für den Versuch, technische Komplexität in eine möglichst klare, alltagstaugliche Bedienung zu überführen. Der Monobloc Actuator  wiederum übersetzte Motive aus dem Motorsport deutlich offensiver in eine eigenständige Gehäuse- und Bedienarchitektur. Beide Modelle besitzen nicht denselben historischen Rang wie Chronograph I oder Ocean 2000, zeigen aber, wie Porsche Design seine frühe Formensprache in die Gegenwart weitergeführt und zugleich vorsichtig erweitert hat.

Porsche Design Timepieces MONOBLOC ACTUATOR 24H-Chronotimer

 

Porsche Design MONOBLOC ACTUATOR

Nach dem Ende der IWC-Phase 1998 verlagerte sich die Produktion zu Eterna, seit 2014 fertigt Porsche Design in eigener Struktur in Solothurn. Die neue Manufaktur in Grenchen markiert daher keinen Neuanfang, sondern die konsequente Weiterentwicklung dieses Weges. Erstmals werden Entwicklung, Konstruktion, Fertigung und Markenraum in einer Form zusammengeführt, die dem Selbstverständnis der Marke entspricht. Das zeigt sich auch im heutigen Fokus auf custom-built timepieces, die ähnlich wie ein Sportwagen individuell konfiguriert werden können. [Red.]

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