Mit der Lizenz zum Schnellfahren

Die Autos des wohl bekanntesten Geheimagenten der Filmgeschichte

Photo Credit: The Petersen Automotive Museum and Ted7

Gleich vier verschiedene Aston Martin-Modelle sind letzten, im Jahr 2021 veröffentlichten, James Bond-Film »Keine Zeit zu sterben« zu sehen. Bis auf das Konzeptfahrzeug »Valhalla« waren sie alle schon einmal als Dienstwagen des Geheimagenten im Einsatz. Zwischendurch war Agent 007 aber auch mit Fahrzeugen anderer Marken unterwegs. Eine Reise durch die Bond-Vergangenheit auf vier Rädern. 

 

Sunbeam Alpine Series II

Im Film »James Bond 007 jagt Dr. No«, der 1962 den Beginn der wohl bekanntesten Agenten-Reihe der Filmgeschichte markierte, ist James Bond – damals gespielt von Sean Connery – in einem Sunbeam Alpine Series II quer durch Jamaica unterwegs. Für die Dreharbeiten hatte die Filmcrew das Auto von einem Anwohner am Drehort gemietet. Die markante Form dieses Sportwagens geht auf die Arbeit der beiden Ingenieure Kenneth Howes und Jeff Crompton zurück. Die beiden wurden 1956 mit der Gestaltung eines sportlichen Fahrzeugs beauftragt, das vor allem in den USA für hohe Verkaufszahlen sorgen sollte.  Vorbild könnte der Ford Thunderbird gewesen sein. 

 

Photo Credit: EON Productions

Aston Martin DB5

Der DB5 erlangte durch seinen Auftritt im Bond-Film »Goldfinger« Berühmtheit und gilt nach wie vor als das mit dem Geheimagenten am engsten verbundene Auto. Aufmerksamkeit erregte der Aston Martin DB5 auch deshalb, weil mit ihm die berühmten Bond-Gadgets eingeführt wurden – unter anderem der Schleudersitz und die ausfahrbaren Reifenschlitzer. 

»I did a sketch of the car, and then discussed that with [special effects supervisor] John Stears«, erinnert sich Production Designer Ken Adams im Gespräch mit BBC Top Gear. »I had a Jaguar, which was continuously being damaged by people parking badly. Having guns at the back of the Aston Martin and the over-riders becoming like boxing gloves and so on, became part of me releasing my frustrations. I’m a sports car freak myself, you see, so all the ideas for the gimmickry and gadgets were no problem. They were just my own dreams! I got rid of a lot of my inhibitions when it came to designing the Aston Martin.«

 

Photo Credit: The Petersen Automotive Museum and Ted7
Photo Credit: The Petersen Automotive Museum and Ted7
Photo Credit: The Petersen Automotive Museum and Ted7
Photo Credit: The Petersen Automotive Museum and Ted7

Lotus Esprit S1

Nicht zu Unrecht trägt Roger Moores kantiger Dienstwagen der Marke Lotus den Spitznamen »Wet Nellie«, bei Bedarf verwandelt sich das Fahrzeug nämlich in ein U-Boot. Der Lotus Esprit ist in den Filmen »Der Spion, der mich liebte« (1977) und »In tödlicher Mission« (1981) zu sehen, wobei es sich bei dem Fahrzeug im 1981 erstmals gezeigten Film um einen Lotus Esprit HC Turbo handelte. Die Lotus Esprit S1 Submarine-Version war – wie man sich schon denken kann – nie für den öffentlichen Verkauf bestimmt, sie war eine Filmanfertigung von Ingenieuren der Perry Oceanographic Inc. aus Riviera Beach in Florida. Detail am Rande: Viele Jahre später ersteigerte Elon Musk eines der eigens für den Film umgebauten Fahrzeuge für 550.000 GBP.

 

Photo Credit: The Petersen Automotive Museum and Ted7
Photo Credit: The Petersen Automotive Museum and Ted7
Photo Credit: The Petersen Automotive Museum and Ted7

Aston Martin V8

Der 1987 erschienene Film »Der Hauch des Todes« markiert James Bonds Rückkehr zu Aston Martin, diesmal ist allerdings ein V8 Volante sein Dienstfahrzeug. Der Tradition der Bond-Fahrzeuge entsprechend natürlich kein ganz normales, sondern eine speziell für den Geheimagenten aufgerüstete Variante – mit einer an den Rädern angebrachten Laser-Kanone, einziehbaren Skiern und einem Raketenantrieb. Im Film kommen mehrere Varianten des V8 zum Einsatz, ein Volante mit Vantage-Motor genauso wie ein V8 Saloon, der ein Jahrzehnt vor Timothy Daltons Verkörperung des Geheimagenten sein Debüt feierte. Das Fahrzeug war sowohl das schnellste viersitzige Serienmodell seiner Zeit als auch das erste echte »Supercar« Großbritanniens.

 

Photo Credit: The Petersen Automotive Museum and Ted7
Photo Credit: The Petersen Automotive Museum and Ted7
Photo Credit: The Petersen Automotive Museum and Ted7
Photo Credit: The Petersen Automotive Museum and Ted7

BMW Z3

In »GoldenEye« (1995) mit Pierce Brosnan vollzieht sich ein plötzlicher Wechsel zu BMW und damit auch der Umstieg auf das sportliche Cabrio als offizielles Dienstfahrzeug. James Bond fuhr den 1,9-Liter-Vierzylinder mit 140 PS, wobei der flinke Roadster natürlich mit einigen Extras ausgestattet wurde – unter anderem ein Rundum-Radar, Stinger-Raketen hinter den Nebelscheinwerfern und ein Selbstzerstörungssystem. Bis auf das Rundum-Radar setzte James Bond in »GoldenEye« allerdings keines der Gadgets ein, weil der deutsche Automobilhersteller nicht wollte, dass einer der Topseller der Marke als mit Waffen ausgestattetes Fahrzeug zu sehen ist. 

 

Photo Credit: BMW AG

BMW Z8

In »Die Welt ist nicht genug« aus dem Jahr 1999 ist 007, der wieder von Pierce Brosnan verkörpert wird, zum dritten und letzten Mal mit einem BMW unterwegs, diesmal mit einem Z8. Insgesamt produzierte BMW von diesem Modell nur 5.703 Exemplare – zwischen März 2000 und Juli 2003. Für die Dreharbeiten wurden Vorserienmodelle genutzt. Das Fahrzeug wird im Film in zwei Hälften zersägt.

 

Photo Credit: The Petersen Automotive Museum and Ted7
Photo Credit: The Petersen Automotive Museum and Ted7
Photo Credit: The Petersen Automotive Museum and Ted7

Aston Martin DBS

Mit »Stirb an einem anderen Tag« (2002) kehrt James Bond zum britischen Sportwagenhersteller Aston Martin zurück. Außerdem ist fortan nicht mehr Pierce Brosnan, sondern Daniel Craig als Geheimagent im Geheimdienst Ihrer Majestät unterwegs – und zwar in einem 460 PS-starken Aston Martin Vanquish. In »Casino Royale« bleibt man dieser Linie treu, tauscht den Vanquish allerdings gegen einen DBS, der auch in »Quantum of Solace« als offizielles Dienstfahrzeug zum Einsatz kommt. Der neue DBS ist seiner Form nach unverkennbar ein Aston Martin, allerdings etwas stärker, breiter und muskulöser. Schon 1967 bis 1972 gab es einen Gran Turismo der Marke Aston Martin mit dem Namen DBS. Auch dieser kommt in einigen Bond-Filmen vor.  

 

Photo Credit: The Petersen Automotive Museum and Ted7
Photo Credit: The Petersen Automotive Museum and Ted7
Photo Credit: The Petersen Automotive Museum and Ted7
Photo Credit: The Petersen Automotive Museum and Ted7

Aston Martin DB10

Bonds Dienstwagen in »Spectre« (2015) ist ein nur für den Film gebauter Aston Martin DB10. Insgesamt zehn Exemplare wurden gefertigt, wobei acht davon für die Dreharbeiten und die übrigen zwei für PR-Zwecke genutzt wurden. Für das Design des DB10 zeichnet Aston Martin Design Director Marek Reichman verantwortlich. »Sam Mendes wollte, dass wir eine Art Poster Car für jene jungen Menschen entwerfen, die James Bond zum ersten Mal sehen«, sagt Reichman im Gespräch mit Top Gear. »Ich habe den Auftrag so interpretiert, dass Sam einen brandneuen DB5 im Kopf hatte. Der DB5 ist pur, er ist einfach, er hat einen Kühlergrill, der so schön ist, dass man sterben möchte. Er ist ein Skalpell, kein Küchenmesser. Das ist es, was Sam wollte, dass Bonds Fahrzeug ein einfacher, reiner Aston Martin ist, so wie es der ursprüngliche DB5 war.« [SW]

 

Photo Credit: The Petersen Automotive Museum and Ted7
Photo Credit: The Petersen Automotive Museum and Ted7
Photo Credit: The Petersen Automotive Museum and Ted7

My Cart Close (×)

Ihr Warenkorb ist leer
Browse Shop